| Richtantennen und Booster für das WLAN |
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Ökotest schreit auf und warnt vor den Gefahren von Boostern und Richtantennen. Vieles erinnert an die Panik bei den Mobiltelefonen. Wie gefährlich sind derartige Installationen und was ist legal?
Die maximale Sendeleistung der WLAN-Karten und Router liegt bei 100 mW und damit weit unter den Leistungen der Mobiltelefone. Booster verstärken diese Leistung in den Bereich von 4 Watt und mehr. Der Einsatz der Booster ist vernünftigerweise verboten. Mit dieser Leistung kann es in unmittelbarer Nähe von Menschen durchaus zu Beeinträchtigungen der Gesundheit kommen. Mangelnde Qualität sorgt bei den Boostern für unterschiedlichste Störungen bei anderen Geräten. Legal läßt sich die Leistung durch Richtantennen verbessern. Da die abgestrahlte Leistung nur in einen bestimmten Bereich konzentriert wird, erhöht sich die Reichweite von einigen hundert Metern auf mehrere Kilometer. Der Betreiber hat damit die Wahl zwischen der Versorgung eines kleinen kugelförmigen Raumes, einer Fläche oder eines keulenförmigen weitreichenden Strahls. Bei Licht wäre das vergleichbar mit einer Neonröhre oder einem Scheinwerfer. In extremster Ausführung lassen sich so zwei Betriebe mit 10 km Abstand verbinden.
Problematisch wird die Antennentechnik nur, falls sich Menschen direkt vor dem Strahler befinden. Da Richtantennen regelmäßig auf Dächern montiert werden, ist mit gesundheitlichen Problemen nicht zu rechnen. Die Strahlungsproblematik ist hier vergleichbar mit der Mobiltelefonie. Befindet sich die Antenne 10 Meter weit entfernt auf einem Dach, liegt die Strahlungsleistung weit unter der des 1 Meter entfernten Notebooks. Es ist noch immer nicht geklärt, ob elektromagnetische Strahlung ernsthafte Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Sicher ist allerdings, dass niemals die Sendemasten und Antennen eine ernst zu nehmende Gefahr darstellen. Die Strahlenbelastung kommt primär von den Endgeräten, da sich diese in unmittelbarer Nähe der Benutzer befinden.
Die wichtigste Regel lautet daher, dass in Strahlrichtung der Antenne sich möglichst keine Personen in unmittelbarer Nähe aufhalten können. Die Warnungen der Umweltschützer zeugen von meist fehlenden physikalischen Kenntnissen. Die Verbesserungen müssen bei den Handies und den WLAN-Karten erzielt werden. WLAN-Benutzer verwenden einfach eine Karte mit externer Antenne oder eine externe WLAN-Lösung mit USB-Anschluss. Die Einheit wird dann einfach ein oder zwei Meter vom Arbeitsplatz entfernt aufgestellt. Bei Handies hilft eine externe Antenne am Fenster oder Autodach. Übrigens darf ein Mikrowellenherd viel mehr Streustrahlung absondern, wie eine WLAN-Karte Sendeleistung hat.
Klaus D. Minhardt 
Letzte Änderung: 00:09 07/02 2005
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